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 Betreff des Beitrags: Hashimoto- alles so neu
BeitragVerfasst: 08. Dez 2007 0:30 
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Registriert: 02. Dez 2007 20:58
Beiträge: 31
Wohnort: Wien
Hallo!
Für mich ist das alles sehr neu, und teilweise bin ich mit den ganzen Informationen ein wenig überfordert. Ich befürchte manchmal auch, dass ich mich in irgendetwas hineinsteigere und mir meine realistische Einstellung nicht bewahren kann.
Die ärztlichen Befunde habe ich erst seit 9/2007. Die ganze Symptome (Erschöpfung, tiefe Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, Gewichtszunahme, Schlafstörungen, Energielosigkeit, depressiver Verstimmungen) sind wenn ich nun so darüber nachdenke sicher seit mehr als einem Jahr ein ständig wiederkehrendes Thema. Seit Mai 2007 ist meine Regelblutung auch ausgeblieben. Zuerst habe ich das alles auf meine Lebenssituation zurückgeführt.- mehr als 50 Wochenstunden arbeiten, schwierige persönliche Situation/ Partnerschaft; Trennung, Umzug,....
Im September hat meine Hausärztin ein Blutbild machen lassen. TSH war 5.86mU/l. Daraufhin wurde eine Sonographie gemacht, bei der ein Schilddrüsenadenom links entdeckt wurde. Erneute Blutuntersuchung: freies T3 2.1pg/ml
freies T4 0.8ng/dl
Mikrosomale AK 341IU/ml
Daraufhin hatte ich das Glück sehr rasch einen Termin beim Hr. Dr. Zettinig in der Schilddrüsenpraxis zu bekommen. Bei der Szintigraphie stellte sich heraus, dass links ein kalter Knoten vorhanden ist. Die Werte waren
fT4 0.8
THS 4.04mU/l
Tg-Ak 287.0 lU/ml
TPO-Ak 590.5lU/ml
Beurteilung: chronische Immunthyreoiditis, subklinische Unterfunktion
seither nehme ich Euthyrox 50
Blutwerte von November 2007:
TSH 1.33mU/l
freies T3 2.70pg/ml
freies T4 1.20ng/dl
Der Knoten (Lobektomie der Schilddrüse links) wurde am 20.11. von Dr. Passler (-Dr. Passler hat übrigens hervorragende Arbeit geleistet! es ist kaum mehr eine Narbe sichtbar; außerdem war die Betreuung wirklich erstklassig!!) operativ entfernt- Befund war zum Glück gutartig. Der Eingriff ist sehr gut über die Bühne gegangen und ich konnte am nächsten Tag bereits wieder nach Hause gehen. Die ersten Tage ist es mir wirklich hervorragend gegangen- bis auf ein wenig Schmerzen beim Schlucken.
Seit ungefähr 4 Tagen sind nun all die Beschwerden (Schlafstörungen, Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, depressive Verstimmung!,....) sehr stark aufgetreten. Der nächste Termin in der Schilddrüsenpraxis ist am 2.Jänner 2008. Ich glaube, dass die Tablettendosis erhöht werden muss.?
Ich habe einiges über Hashimoto im Internet bzw. Büchern gelesen. Bin aber ziemlich verunsichert. Ist es nun tatsächlich dieses Krankheitsbild, bilde ich mir das alles nur ein, bin ich sogar hypochondrisch veranlagt,... Ich merke, dass es mir gut tun würde, mit Menschen zu sprechen, die Ähnliches kennen, oder die damit mehr Erfahrung haben. Vielleicht hat ja jemand ein paar Minuten über, und kann mir ein Feedback geben.
Danke schon im Voraus!
schönen Abend
Petra


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 Betreff des Beitrags: Re: Hashimoto- alles so neu
BeitragVerfasst: 10. Dez 2007 15:06 
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Registriert: 13. Dez 2005 13:16
Beiträge: 492
Wohnort: wien
hallo petra,

ein kalter knoten produziert fast kein hormon - weisst du, ob mehr sd-gewebe als nur der knoten entfernt wurde? wieviel wurde entfernt bzw. wieviel ist noch von deiner sd über? wenn umliegendes (noch funktionierendes) sd-gewebe entfernt wurde, würden sich deine uf-symptome erklären lassen, dann musst du die dosis erhöhen. nur aufgrund von hashimoto ist es sehr unwahrscheinlich, dass in der kurzen zeit, soviel sd-funktionalität verloren geht. muss nicht nach einer op eine noch eine szinti gemacht werden, ob der knoten eh vollständig entfernt wurde?
da du bei deinen werten keine normangaben dazugeschrieben hast, kann ich die werte nicht deuten - bitte dazuschreiben, denn jedes labor hat andere normwerte.
du könntest dir vom hausarzt eine labor-überweisung holen mit den werten: tsh, ft3 und ft4. nach der blutabnahme sieht man mehr, der tsh hat sich nach der op allerdings noch nicht komplett angepasst. ohne blutabnahme, kann ich dir weder zu noch abraten. ich denke, je schneller du reagierst, umso eher kannst du die sd-uf aufhalten!

wurde dir nach der op gesagt, du sollst die euthyrox 50 weiternehmen?

ich hab mich damals- nach diagnose ht - auch ziemlich hineingesteigert. hab viel gelesen und brauchte ca. 1 jahr zu akzeptieren, dass ich nicht (wie angenommen) pumperlgsund bin. bei mir hat es sich, wie bei vielen anderen, auch eingeschlichen und ich habs ewig lang auf die lebenssituation geschoben - bis ich mich endlich aufgerafft habe und zum hausarzt ging, war mein tsh auf 25. dadurch, dass bei ai-krankheiten eine psychische komponente mitspielt, beschäftige ich mich noch heute damit - aber weniger damit: was darf ich essen, was muss ich meiden usw., sondern mit den psych. faktoren(was kann/muss ich ändern, sodass es mir besser geht; was sage ich nicht, sondern 'schlucke' runter usw. - einfach ein durchdenken meiner verhaltensmuster).

lg,
patrizia


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 10. Dez 2007 20:30 
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Registriert: 02. Dez 2007 20:58
Beiträge: 31
Wohnort: Wien
Hallo Patrizia!

Vielen Dank für deine Antwort.
Bei der Operation wurde der linke Schilddrüsenlappen komplett entfernt. Die Ärzte haben mir gesagt, dass ich weiterhin euthyrox 50 nehmen soll und die Dosis höchstwahrscheinlich steigern muss.
Meine Werte: Im September:
TSH 5.86 (0,35- 4.94 mU/l)
freies T3 2.1 (1.71- 3.71 pg/ml)
freies T4 0.8 (0.70- 1.48 ng/dl)
Mikrosomale AK 341 (<12IU/ml)

Im Oktober (da habe ich Selen vorher eingenommen..)
TSH 4.04 (0.4-3.0 mU/L)
fT4 0.8 (0.8- 1.85 ng/dl)
Tg- Ak 287.0 (<60 IU/ml)
TPO- Ak 590.5 (<60IU/ml)

Im November
TSH 1.33 (0.35-4.94 mU/l)
freies T3 2.70 (1.71- 3.71pg/ml)
freies T4 1.20 (0.70-1.48ng/dl)

Szinti ist nicht gemacht worden. Werde mit der Hausärztin reden.
Danke für deine offene Stellungnahme. Ich habe mich mittlerweile auch über die diversen möglichen psychischen Auslöser auseinandergesetzt- habe dabei die unterschiedlichsten Theorien gefunden. Erschreckend finde ich leider auch manche Rat"SCHLÄGE" von manchen Menschen, die in beratender Funktion tätig sind - ich habe da so ziemlich alles gehört ("Um Himmelswillen, nur KEINE Medikamente nehmen!"- bezügl. Schlafstörung: "Sie gehen eh zum Therapeuten, besprechen Sie das dort.....")
Die Diagnose erfahren, damit umgehen und sich auseinandersetzen ist eine Sache- Die Reaktionen von den Mitmenschen sich anhören zu müssen, ist wieder eine komplett andere Geschichte. - Manchmal fühle ich mich wie ein Missionar auf völlig verlorenen Posten....
lg
Petra


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 11. Dez 2007 12:03 
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Registriert: 13. Dez 2005 13:16
Beiträge: 492
Wohnort: wien
hallo petra,

wenn dir der komplette linke lappen entfernt worden ist, musst du garantiert steigern - nun ist ja weniger funktionsfähiges, speicherfähiges sd-gewebe vorhanden. besser zum einstellen ist es natürlich, wenn du nach der op 4-6- wochen noch die euthyrox 50 einnimmst, dann haben sich alle werte angepasst - aber ich möchte nicht wissen, wie es dir dabei geht.... man kann natürlich jetzt nicht einschätzen, wieviel euthyrox du brauchen wirst - wieviel der verbleibende rest des rechten lappens noch schafft - aber ich würde an deiner stelle zumindest um 25 µg erhöhen - also insgesamt 75µg pro tag nehmen. dann ein paar tage abwarten (wg. möglichen umstellungssymptomen) - kommen die starken sf-symptome wieder (möglich auch erst nach 2-3 wochen - aber da bist du eh schon in der sd-praxis), hast du noch nicht genug hormon, dann würde ich nochmals erhöhen - muss man sich aber dann genauer ansehen, um wieviel. der arzt wird zwar nicht glücklich sein, dass du erhöht hast, aber hauptsache dir geht's besser. er wird dir sicher bei der nachkontrolle blut abnehmen, der tsh wird sich zu diesem zeitpunkt noch nicht komplett an die neue dosiserung angepasst haben, darauf muss man halt rücksicht nehmen. erste aussagekräftige werte erst nach 4-6 wo. nach einer dosiserhöhung.
Zitat:
Szinti ist nicht gemacht worden. Werde mit der Hausärztin reden.
ich kenne mich bzgl op und knoten sehr wenig aus - hätte mir (hausverstandsmässig) gedacht, dass zur kontrolle eine szinti erforderlich ist. wenn dir nun aber der ganze li. lappen entfernt worden ist - ist es so gut wie sicher, dass nichts vom knoten übrig geblieben ist - also wird auch keine szinti erforderlich sein(sagt mein hausverstand). sorry, wollte dich nicht verwirren - das war tatsächlich als frage gedacht, da ich mich damit nicht so gut auskenne.

die gutgemeinten ratschläge habe ich schon hinter mir, und spreche auch mit gewissen personen nicht mehr drüber. ich habe das glück, dass sich in meiner nahen umgebung ebenfalls menschen mit ht befinden und ebenso welche, die sich wiederum alternativmedizinisch beschäftigen und v.a. von denen ich auch ernst genommen werde.

lg,
patrizia


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