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BeitragVerfasst: 14. Mai 2004 15:42 
Ich bin die Karin und bin 23 Jahre alt.
Vor ungefähr einem halben Jahr wurde bei mir Hashimoto diagostiziert.
Meine Beschwerden fingen damals mit Depressionen an. Gingen dann über Magen-Darmstörungen bis hin zu Schlafstörungen, Nachtschweiss und Schmerzen am Hals (konnte keinen Rollkrankenpulli tragen) und auch meine Lymphknoten an Hals und Leiste schmerzten. Ich merkte es geht was vor in mir..
Von einem Arzt zum anderen.
Die häufigste Aussage: sie sind körp. gesund, gehen sie zum Psychologen!
Nach langem hin und her wurde dann eine leichte Überfunktion der SD festgestellt und bei näheren Untersuchungen schließlich Hashimoto.
Jetzt, einige Monate nach der Erstdiagnose befinde ich mich schon in der Unterfunktion. Schnelles Voranschreiten! Denn ich denke aufgrund der Beschwerden, es ist wirklich erst letztes Jahr bei mir akkut ausgebrochen.
Nun nehme ich L-Thyroxin von Henning 50 µg.
Es geht mir kaum besser. Habe immer wieder, und jetzt länger am Stück diese akkuten Schübe, mit ÜF-Symtomen. Danach falle ich wieder mehr in die Unterfunktion.
Ich bin noch nicht lange an der Einstellung dran das stimmt.
Aber was ich gerne wissen möchte ist, ob diese Schübe mit SD-Schmerzen und auch immer wieder Lymphknotenschwellung am Hals irgendwann aufhören!? Meine SD war bei der letzten Untersuchung zwar schon verkleinert aber noch nicht sehr stark. Nur ziemlich entzündet. Sie hat also noch einen ganz schönen Weg vor sich, sich entgültig in Luft aufzulösen. Und ich habe das Gefühl vier Wochen nachdem ich mit dem Thyroxin angefangen habe, hat mich so ein richtig dicker Schub erwischt.
Wer hat ähnliche Erfahrungen gemacht? Ich weiß es gibt Leute die merken gar nichts von der Entzündung. Ich schon.
Und es belastet mich stark.
Am liebsten würde ich die SD rausnehmen lassen, echt!
Kann jemand seine Erfahrungen mit mir teilen?
Karin M.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 31. Mai 2004 2:20 
Liebe Karin!

Ich bin die Sabine und 41 Jahre alt. Mit 34 wurde bei mir der "japanische Untermieter" entdeckt (war bei einer internistischen Voruntersuchung wegen Krampfadern-OP); ich hatte schon einige Zeit vorher Gewichtsverlust und Körperzittern, ein Würgen (besonders beim Schlafengehen). Wegen dieser Symptome meinten die Ärzte anfangs, ich hätte Basedow, jedoch erfolgte die erste Blutabnahme mitten in einem Schub vom Hashimoto. Anscheinend ist es am Anfang schwierig zu bestimmen, ob Basedow oder Hashimoto...! Bekam am Anfang "Favistan" (wenn ich mich richtig erinnern kann) zum "Einbremsen" der ÜF. Das war vielleicht was! Ich mutierte zum "Zombie", meine Bewegungen waren wie in "slow motion", ich hatte kein Gedächtnis, meine Haare fielen aus etc., also alles Anzeichen einer grandiosen Unterfunktion. Dann erst entdeckte man, dass es Hashimoto war und ich bekam "Euthyrox" 50 ug; die ersten drei, vier Jahre waren sehr "zäh", denn ich hatte einen sehr sprunghaften Hashimoto und die raschen Schübe waren sehr mühsam. Innerhalb weniger Tage verlor ich einige Kilos; das glaubt wohl keiner, der nicht selber diese Krankheit erlebt! Zwischendurch kamen die "Zeiten der Unterfunktion" und die Kilos kamen wieder "dahergeflogen", ohne dass ich meine Essgewohnheiten geändert hätte. Dann und wann saß ich da und weinte vor mich hin, einfach so (zum Glück nie bei der Arbeit). Mit der Zeit wurden die Abstände zwischen den Schüben immer größer und die permanente Unterfunktion stellte sich ein. Nun nehme ich von den Euthyroxtabletten die Dosis von 175 ug! Meine Konfektionsgröße hat sich seit Beginn von damals 40 auf 44/46 vergrößert, was sagst du dazu! Ich bin nicht gerade fett, aber ich hatte anfangs gerade 65 kg bei 175 cm, nun habe ich aber fast 20 kg mehr! Schmerzen habe ich manchmal; meine Schilddrüse ist ziemlich "echoarm", d.h. sie hat sich fast aufgelöst. Das Würgen ist noch immer da, muss immer einen "freien Hals" haben. Ich bin auch jetzt nicht mehr so leicht aus der Ruhe zu bringen wie am Anfang, das ist wohl einer der Anzeichen der Unterfunktion, besser so als wenn man immer hypernervös durch die Gegend schießt! Denke, es ist wohl genetisch bedingt; bei meiner Mutter brach der Hashimoto jedoch erst mit ca. 50 Jahren aus. Es ist wohl mit jeder Autoimmunkrankheit so, dass es bei einem Träger die Krankheit nicht zum Ausbruch kommen muss. Habe drei Kinder im Alter von 18, 14 und 12, aber z.B. bei keiner Schwangerschaft hatte ich damals irgendwie SD-Probleme. Man sagt ja, dass u.a. seelischer Stress der Auslöser sein kann für diese Krankheit; wenn ich für mich sprechen darf, so glaube ich das schon (= stressige Ehe).

Ich wünsche dir für die weitere Zukunft alles Liebe!

Alles Gute von Sabine Gasser aus Jenbach


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 31. Mai 2004 18:07 
Hallo Karin!

Ich bin 49 Jahre und habe seit ca. 7 Jahren Hashimoto. Habe vor. ca. 2 1/2 Jahren mit Reductil 20 kg abgenommen und das Gewicht ca. 1 1/2 Jahre gehalten. Seit diesem Zeitpunkt habe ich innerhalb eines Jahres - ohne meine Lebensgewohnheiten geändert zu haben - wieder 20 kg zugenommen und kämpfe so wie Du bei einer Körpergröße von 168 mit 95 kg herum. Das dies frustrierend ist, brauche ich Dir nicht zu sagen. Auch bin ich noch nicht im Wechsel.

Einerseits ist es ein Trost, weil man weiß, dass man mit diesem Problem nicht alleine dasteht und mit der Krankheit zusammenhängt, andererseits wäre es schön, wenn man wieder sein Ursprungsgewicht erlangen und halten könnte.

Mich wundert es, dass obwohl das Gewichtsproblem bei dieser Krankheit so ausgeprägt ist, dieses von den Ärzten noch nicht genügend Ernst genommen wird und seitens der Forschung noch nicht Gegenstrategien entwickelt worden sind.

Ich nehme seit einem halben Jahr combithyrex forte (vorher Euthyrox 125), die Nebenerscheinungen wie Müdigkeit, Antriebslosigkeit, depressive Stimmung, Kälteempfindlichkeit sind wesentlich verringert worden und das Wohlgefühl erheblich gestiegen, das Gewichtsproblem ist
jedoch nach wie vor akut!

Liebe Grüße an alle Leidensgenossen!

Elfi


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