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bin neu...meine geschichte...
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Seite 1 von 1

Autor:  married [ 21. Nov 2006 22:20 ]
Betreff des Beitrags:  bin neu...meine geschichte...

hallo erstmal an alle!

ich bin 31 jahre, verheiratet, 2 kinder.
ich weiss seit 2004, dass ich eine unterfunktion der sd habe, obwohl ich schon als kind anzeichen hatte: langer abstand zwischen dem zyklus, mir war immer kalt, ich war rasch müde.
wirklich "ernste" anzeichen wie panik oder so hatte ich nie.
mit 29 wollte ich schwanger werden und da hat mein fa dann endlich mal alles durchgecheckt und mich in eine sd-ambulanz geschickt.

befund april 2004:
tsh basal: 10.50 (0.1-4.0)
tsh 30 min.: 44.20
tsh delta: 33.70
ft3: 2.1 (2.3-4.2)
ft4: 1.0 (0.7-1.9)
anti tpo: 967 (0-35)
anti tg: 43.3 (0-40)

sd-sonographie: der rechte sd-lappen 4.3x1.2cm, links 4.2x1.2cm
keine ahnung, ist das groß oder klein oder in der norm???

ergebnis:
autoimmunthyreoiditis hashimoto mit erhöhtem sd-antikörperprofil.
manifeste hypothyreose mit gesteigertem tsh-anstieg nach stimulation.

habe damals thyrex bekommen, langsam gesteigert, jetzt nehm ich 0.1mg 1 tablette tgl.

das beste an dem ganzen ist, dass mir die ärztin damals gesagt hat: ja, sie haben eine unterfunktion, mal schauen ob sie schwanger werden" und das wars.
wußte bis vor 3 tagen nichts von hashimoto usw.
habe nie einen befund bekommen, der wurde damals direkt an meinen fa geschickt.

naja, auf jeden fall bin ich jetzt doch ein bißchen schockiert.

habe im vergleich zu vielen berichten hier keine probleme, außer dass mir eher kalt ist und ich eher bequem bin :-) fühle mich sonst sehr wohl!

ich war seit 2004 auch nicht mehr zur kontrolle, mein fa hat mir immer nur blut abgenommen während den schwangerschaften, da war alles in ordnung, wobei da nicht alle oben genannten werte gemacht wurden, nur die tsh-werte glaub ich.

ich bin am donnerstag bei meinem homöopathen, der sich die sache mal näher anschauen wollte.
gibt es denn jemand der damit erfahrung hat?
das thyrex wird wahrscheinlich unumgänglich sein, aber kann man es homöopathisch unterstützen?

habe die sache bis jetzt eigentlich nicht sehr ernst genommen, war 2004 sehr verzweifelt weil mein fa gesagt hat, dass ich mit diesen werten nicht schwanger werden kann, nachdem ich aber 2x sehr schnell schwanger wurde, war das problem für mich erledigt.

jetzt denke ich doch sehr viel darüber nach.....wie soll ich mich ernähren (hab nie auf jodarme nahrung geachtet).....kann sich das verschlimmern?

würde mich über antworten von euch sehr freuen, bin doch etwas durcheinander....

lg
martina

Autor:  Uschi [ 22. Nov 2006 9:12 ]
Betreff des Beitrags:  Hashimote

Guten Morgen !

Ich verstehe nur eines nicht, wenn du bei einer Blutabnahme gewesen bist, wo man dir etwas verschreibt, dir sagt du hast eine Unterfunktion aufgrund von der Diagnose autoimmunthyreoiditis hashimoto mit erhöhtem sd-antikörperprofil.
"manifeste hypothyreose mit gesteigertem tsh-anstieg nach stimulation."

1.) Warum bist du dannach nicht zu deinem Facharzt gegangen um dir den Befund genauer erklären zu lassen?

2.) Warum bist du seit 2004 bei keinem Arzt mehr zur Kontrolle gewesen?

3.) Warum interessiert dich deine Krankheit bzw. Gesundheit nicht?

Du hast eine lebenslange Autoimmunerkrankung und die bedarf ich professionele Hände und zu regelmäßigen Kontrollen, schon alleine wegen der Hormoneinstellung.

http://www.hashimotothyreoiditis.de/HT-Symptome.html
http://hl-reuters.de/jod/FHT.htm

Entschuldige, dass ich etwas wütend bin, aber ich wäre froh gewesen wenn man mich mit meinen Symptomen ernst genommen hätte und vor 9 Jahren schon auf die SD getippt hätte, so wie ich immer vermutet hatte.

Erst seit 2 Jahren wurde bei mir Hashimoto durch Zufall entdeckt und seit Jänner bekomme ich endlich Hormone. Du bist für deinen Körper verantwortlich und solltest dich schon mehr damit auseinandersetzen und froh sein, wenn Untersuchungen und Befunde gemacht werden.

Sei bitte so nett und achte mehr auf deine Gesundheit und lerne mit Hashimoto umzugehen bzw. gehe regelmäßig zu den Blutkontrollen und Nachuntersuchungen, sonst kommst du wieder in eine so starke Unterfunktion.

LG
USCHI

Autor:  married [ 22. Nov 2006 11:58 ]
Betreff des Beitrags: 

hallo uschi!

also ich interessiere mich für meine gesundheit sehr!
und ich hab ja auch geschrieben, dass ich mich jetzt sehr mit der krankheit beschäftige.
meine beschwerden waren ja auch nie so schlimm, dass ich näher nachgeforscht habe.
mir wurde damals im kh natürlich erklärt, dass ich eine sd-unterfunktion habe und das mit thyrex leicht in den griff zu bringen wäre.
ich wurde nur 1x zur kontrolle bestellt, da passte dann alles.
die ärztin dort hat mir nie etwas von hashimoto gesagt und da ja nur mein fa den befund bekommen hat und der auch nichts weiter dazu gesagt hat, habe ich es so hingenommen.
wahrscheinlich falsch aber so war es halt.
jetzt möchte ich natürlich mehr informationen sammeln und ich bin froh dieses forum gefunden zu haben.
war sehr schockiert wie schlecht es manchen geht und jetzt nehme ich es natürlich ernst.
also sei nicht wütend, ich wußte einfach vorher nichts davon und wenn mir 2 ärzte bestätigen dass es mit thyrex "erledigt" ist, glaubt man das halt doch erstmal.
außerdem wurde ich ja während meinen schwangerschaften kontrolliert, da wurde die dosis auch mal erhöht.
aber wie schon gesagt, ich habe keine beschwerden, werde jetzt aber trotzdem mal wieder in die ambulanz fahren.
habe den befund jetzt nur vor mir liegen weil ich ihn für den homöopathen brauche und ich ihn mir von meinem fa geholt hab (bei dem ich übrigens nicht mehr bin).
hashimoto war für mich bis vor 3 tagen einfach noch ein fremdwort!
werde nie wieder einem arzt ohne befund vertrauen!
lg
martina

Autor:  Uschi [ 23. Nov 2006 9:47 ]
Betreff des Beitrags:  an Martina

Weißt du es klingt sicherlich wütend, weil es mir schon 9 Jahre lang schlecht geht und ich immer wieder auf die SD getippt habe, aber keiner etwas unternommen hat. Ich wäre froh über jeden Befund gewesen, bei dem ich dann weiter nachforschen hätte können, was er bedeutet und mich weiter informiert hätte.

Du schreibst seit 2004 hast du dich nicht mehr darum gekümmert und nimmst nur brav deine Hormone. aber die Diagnose Hashimoto weißt du ja schon lange.

Klar ist dir deine Gesundheit wichtig, denn sonst hättest du ja auch nicht die Hormone weiter genommen, aber damit war für dich der Fall erledigt.
Bitt tu sowas in Zukunft nicht mehr.

Lege dir einen Ordner an, sammle alle deine Befunde und Blutwerte, damit du eine regelmäßige Übersicht über Dosis und Werteverlauf hast. Notiere dir dazu deine Beschwerden, damit du immer wieder im Notfall nachlesen kannst, mit welcher Dosis bzw. welchen Werten es dir gut bzw. besser gegangen ist.

Du hast eine lebenslange Erkrankung und wenn du Glück hast und gut hormonell eingestellt bist, wird es dir auch besser gehen.

Dieses und auch die anderen Foren sind wirklich super und man fühlt sich nicht alleine gelassen sondern kann sich mit anderen Betroffenen austauschen und wenn nötig ein bisschen trösten lassen.

Also Kopf hoch, es wird mit der Zeit besser aber du musst Geduld haben.
Ich werde seit 11 Monaten auf Hashi mit Hormonen eingestellt und jetzt wurde höchstwahrscheinlich Basedow zusätzlich diagnostiziert. Ich kann nur versuchen, viele, viele Infos zu sammeln um damit klarzukommen. Nur die Diagnose alleine und ein paar Pulver mehr, sind mir zuwenig.

Ich wünsche dir alles Gute
USCHI

Autor:  viki.g. [ 23. Nov 2006 15:20 ]
Betreff des Beitrags:  keine vorwürfe

hallo,
muss mich da kurz einklinken!
zur verteidigung...
wie wir alle wissen sind schilddrüsenerkrankungen sogar bei den ärzten eher unbekannt und so wirklich auskennen tut sich kaum jemand!
jednfalls kann ich voll gut verstehn, dass uschi sich nicht darum "gekümmert" hat... wenn ich zu einem arzt gehe, der sagt mir "du hast die krankheit ABC - nimm diese Tablette und alles ist gut!" - dann verlass ich mich auf meinen arzt und tu was er sagt - noch dazu wenns mir gut geht und ich keine beschwerden habe!
auch die schwangerschaften sind scheinbar ohne probleme verlaufen - glück gehabt!
wieso laborkontrolle wenn der arzt nicht sagt dass das wichtig ist?
ich kann das gut nachvollziehen! scheinst prinzipiell ein sorgenfreier typ zu sein - ist doch eigentlich sehr schön :-)
also wir haben zwar alle die gleiche krankheit, aber unsere geschichten dahinter sind doch alle recht unterschiedlich und nur weil jemand mit hashimoto ganz gut lebt und sich nicht so sorgen macht, sollten wir keine vorwüfe machen!

und für uschi...
es tut mir leid dass es dir so lange so schlecht ging...
stell dir vor dir hätte jemand gesagt du hast da was und dir tut aber nichts weh dabei... - wie würdest du damit umgehn wenn du dich dabei pumperlgsund fühlst!?
martina ist ja jetzt dabei sich darum zu kümmern und dank deiner anregungen wird sie es auch sicher ernst nehmen...

für mich ist martina ein beruhigender fall!
er zeitg mir, dass meine krankheit nicht automatisch "schlechtes Leben", Gewichtszunahme, unfruchtbarkeit usw. heißen muss - aber wie uschi schon sagt - mann muss es trotzdem ernst nehmen!

danke
schönen tag euch beiden
viki

Autor:  Uschi [ 23. Nov 2006 16:18 ]
Betreff des Beitrags:  an Viki

Also ich bin sicherlich ein Typ der Tabletten nimmt (ohne Widerrede), aber wenn es sich um etwas handelt, was ich mein lebenlang nehmen soll, hinterfrage ich die Sache schon.

Ausserdem, wird man ja auch bei anderen Ärzten immer nach diversen Krankheiten gefragt und wenn ich sage, ich habe Hashimoto, dann wurde ich schon oft gefragt "und sind sie in guten Händen?, gehen sie zu den Kontrollen?"

Meine Mama hat auch Hashi, jedoch ohne Hormone, ohne Beschwerden und lebt sorglos in den Tag hinein. Ich habe sie mehrmals darauf hingewiesen, auf verschiedene Dinge (Jodfrei usw..) zu achten, aber sich belächtelte alles nur bzw. zweifelte an meinen Infos bzgl Selen, Zink, Vitamin B.

Gestern war sie mit beim Dr.Zettinig und war so begeistert, dass sie sich ebenfalls von ihm untersuchen ließ. Als sie auch von ihm hörte, dass sie froh sein kann, dass sie noch keine Beschwerden hat, diese aber sicherlich wenn sie keine Hormone nimmt im Laufe der Zeit kommen werden und sie regelmäßig ihre Werte kontrollieren soll, wurde sie doch sehr nachdenklich. Und seit heute habe ich bemerkt, hat sie ihre Krankheit "angenommen" und sagt auch "ICH HABE HASHI", was ja auch für viele Ärzte wichtig ist, wenn sie das wissen. Schon alleine bei Kontrastmitteln sind verschiedene Dinge zu beachten.

Ich wollte die Martina nicht so verbal angreifen "tut mir leid Martina"!! Aber eben, weil noch zuwenige Ärzte sich um die SD kümmern und diese beachten, sollte man viel öfter und offener dieses Thema erwähnen, damit vielen eine jahrelanger Leidensdruck erspart bleibt.

LG
USCHI

Autor:  married [ 24. Nov 2006 20:55 ]
Betreff des Beitrags: 

danke viki...und uschi, keine angst, hab mich nicht angegriffen gefühlt :-)
ich erkenne jetzt, dass ich einfach wirklich glück habe kaum beschwerden zu haben.
und ich weiss ja seit 2004, dass ich eine sd-unterfunktion habe, hab aber nix von hashimoto gewußt, hat mir keiner der beiden ärzte gesagt.
ist sd-unterfunktion gleich hashimoto?
also wie auch immer, ich bin froh, dass es mir gut geht, vielleicht auch deshalb weil ich mir bis jetzt keine sorgen gemacht hab.
seit ich mir die sorgen mache, ist mir nur noch kalt, also werde ich weiter zur kontrolle gehen (hab ich ja während den schwangerschaften immer gemacht!!!) aber doch versuchen nicht gleich panik zu kriegen!
lg
martina

Autor:  Uschi [ 25. Nov 2006 10:56 ]
Betreff des Beitrags:  an Martina

Hallo nochmal !

Ob du jetzt die Unterfunktion hast, weil du Hashimoto hast, kann man nur anhand der Antikörper TPO, TAK sowie eines Ultraschalles festgestellt. Daher wäre es sehr wichtig, wenn du dir diese Blutwerte besorgen könntest. Wenn du nämlich Hashimoto hast, solltest du einen großen Bogen um Jod machen, sowie jodiertes Salz meiden. Bitte immer deine Erkrankung sollte es Hashimoto sein, bei den Ärzten oder Untersuchungen angeben. Denn Kontrastmittel sollten dann nur bestimmte gespritzt werden.

Ich denke zuerst kommen die Beschwerden (kalte Hande und Füsse, Müdigkeit, Muskelschmerzen, eventuell Panikattacken usw...) und dann macht man sich Gedanken.

Wenn man Glück hat und an einen erfahrenen Arzt kommt der auch gleich die Schilddrüse ins Auge fasst, ist es super. Aber vielen von uns ist es eben nicht so ergangen und wir haben eine jahrelangen Leidensweg hinter uns. Umso länger eine Unterfunktion besteht, umso schwieriger ist die Einstellungsphase und manche Symptome bilden sich nicht mehr ganz zurück (Buch: Leben mit Hashimoto).

Du siehst wie wichtig es ist, sich mit dieser Erkrankung auseinanderzusetzen und wenig Infos zu haben.

Ich wünsche dir alles Gute
USCHI

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