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Ich bin noch ein relativer Haschimoto-Neuling und habe (vermutlich seit Jahren, aber erst seit ein paar Monaten diagnostizierte) eine hochgradige Laktoseintoleranz. Bereits seit etwa 5 Jahren weiss ich außerdem von einem großen Zwerchfellbruch, der einen Reflux verursacht. Daher habe ich langsam Panik, wie ich mich langsam überhaupt noch ernähren kann:
Verboten bei Reflux: Alles, was stärker säurebildend ist wie etwa Kaffee, kohlensäurehaltige Getränke, Weißwein, Tomaten, Zitrusfrüchte, außerdem Süßigkeiten, alle fetten Speisen
Verboten bei LI (Milchzuckerunverträglichkeit): Natürlich alles, was Laktose (Milch..., Molken..., Butter..., Lakto..., Rahm...,...) enthält und wenn man sich die Inhaltsangaben von Lebensmitteln erst einmal genauer ansieht, ist das ziemlich viel. Nicht nur offensichtliche Milchprodukte, auch in fast allen industriell gefertigten Lebensmitteln/Speisen wird Laktose verwendet (Fertigprodukte, Gewürzmischungen, Kantine, Gastronomie,..), sehr viele Medikamente verwenden Laktose als Trägerstoff (es gibt in Österreich meines Wissens keine einzige Pille ohne Laktose), bei der Wurstproduktion wird Laktose als Schmiermittel verwendet, viele Brotsorten enthalten Laktose, fast alle üblichen Margarinesorten,....
Verboten bei Hashimoto: Wenn ich zusammenfasse, was ich in diesem Forum inzwischen alles gelesen habe (mein Internist hat nicht einmal Jod erwähnt), dann sind also auch Fisch, Nudel, Kartoffel und Brot verboten bzw. einzuschränken - Kiwi und Ananas sind ja schon seit der Refluxdiagnose als Zitrusfrüchte gestrichen.
Dazu kommt noch, dass ich ganz offensichtlich keine Äpfel vertrage, vermutlich steckt eine Sorbitunverträglichkeit dahinter.
Also bleiben mir nur noch 2 Alternativen: Entweder ich ernähre mich nur noch von Leitungswasser, Gemüse (ohne Salz) und magerem Fleisch. Da habe ich dann schon ein großes Problem beim Frühstück, außerdem werde ich vermutlich sehr bald eine Mangelversorgung mit den verschiedensten Nährstoffen bekommen. Nahrungsergänzungsmittel fallen flach, den entweder enthalten sie Laktose als Trägerstoff oder sie versorgen mich mit massenhaft Jod. Alternative 2 wäre dann, einfach alles zu ignorieren und mich weiterhin schlecht und schlapp zu fühlen, Magenkrämpfe und Druchfälle in Kauf zu nehmen und damit rechnen, dass sich mein Magen früher oder später rächt.
Wer teilt meine Probleme vielleicht und kann mir Tips geben. Ich fühle mich schrecklich, bin ständig müde, lustlos, nehme zu, obwohl ich mich wie gesagt eh schon nichts mehr zu essen traue und habe trotz braver Einhaltung der meisten Regeln immer wieder unerklärliche, schwere Durchfälle. Mein Internist hat mir Euthyrox 50 verschrieben, übrigens auch laktosehältig, er meint die Menge wäre lächlich gering und ich solle einfach mal ein Druchfallpräparat nehmen, dann würde sich das zusammen mir Euthyrox schon wieder alles normalisieren. Nach über einem Monat sollte ich mich da aber nicht langsam besser fühlen?
Hiiiilfe!!!!
Danke für jede Anregung, jeden Hinweis oder auch nur ein paar beruhigende Worte - vielleicht sehe ich das ja alles zu eng, aber nach 10 Monaten Durchfällen, einigen Kilos Gewichtzunahme trotz Ernährungsumstellung und -einschränkung bin ich langsam am Ende mit meinen Nerven.
lg
Manuela
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