Schilddrüsenforum Österreich
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Müde, Schlaflos, steril, depressiv ...
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Autor:  Birgit [ 01. Nov 2003 20:33 ]
Betreff des Beitrags:  Müde, Schlaflos, steril, depressiv ...

Hallo,

Seit März d.J. weiß ich, daß auch ich Hashimoto habe. Mir wurde leider nicht erklärt, was dies eigentlich wirklich bedeutet, außer daß es eine SD-Unterfunktion sei. Also schluckte ich brav 1/2 Thyrex 0,1 mg. Die Müdigkeit wurde besser. Eigentlich bin ich ein Temperamentsbündel, was man jedoch in den letzten 3 - 4 Jahren nicht mehr von mir behaupten kann, nur mehr phasenweise ist dies der Fall - dazu dann Gewichtsprobleme (vor 3 Jahren noch 55 Kilo bei 166 cm Größe - heute 65 Kilo - weiter ansteigend!!). Ende September bin ich dann zusammengebrochen, wurde akut ins KH eingeliefert mit Herzrhythmusstörungen, Atemnot, völliger Hysterie und chron. Schlafmangel, welcher schon seit Wochen andauerte und ich niemandem davon etwas sagte. Dazu noch die Depressionen, die mir sehr peinlich waren und eigentlich immer noch sind. Man kommt sich wie ein Versager vor. Jetzt bin ich medikamentös auf Thyrex 0,16 mg tgl. 1 Tbl. eingestellt,
ich habe aber immer noch das Gefühl, das ist nicht die richtige Dosierung.
Dann habe ich seit 4 jahren einen Kinderwunsch, der sich leider immer noch nicht erfüllt hat.

So - wohin kann ich mich wenden, wer weiß Rat ? Ich bin auch schon froh, wenn ich nur ein "Hallo" kriege, dann fühl ich mich nicht mehr so allein.

Vielen Dank für jede Antwort!!!!

Birgit

Autor:  Gast [ 02. Nov 2003 14:09 ]
Betreff des Beitrags: 

Hallo Birgit!
Du klingst wirklich sehr verzweifelt und unglücklich- ich kann dir nur sagen, dass ich deine Gefühle nachempfinden kann.
Der Grund ist u.a. der, dass ich auch unter den von dir genannten Symptomen leide: Depression, trockene Haut, Atemnot, keine Menstruation,Druckgefühl im Hals, und vor allem die Gewichtszunahme: ich war sehr schlank, wog bei 1,60m schlanke 42 kg und fühlte mich sooo..wohl. Seit 3 Jahren nehme ich Medikamente /(zuerst Thyrex 0,5 jetzt Euthyrox 75) und seit Jänner diesen Jahres habe ich bereits 7 kg zugenommen.

Ich kann dir nur empfehlen- da ich bis jetzt auch nur gesagt bekommen habe von den Ärzten:"Sie sind eh noch nicht dick"- schau dir mal deinen fT3 -Wert an: ist er an der "unteren Grenze", so kann die Gewichtszunahme daher kommen. Bei mir ist es so gewesen, dass das fT4 sehr schön "eingependelt" war von der Dosis her und das fT3 dagegen an der "unteren Grenze" lag.
Ich hatte ja einen langen Weg seit Jänner: ich wechselte meinen Arzt und bis jetzt hat es gedauert bis mir die Ärztin das Blut bezügl.der SD-Werte untersucht hat! Ich war auch schon so verzweifelt...und jetzt bin ich immer noch am zunehmen!
Ich tue mir schwer, aus dem Haus zu gehen, ziehe mich zurück, denn ich war so glücklich mit meinem schlanken Körper- die Ärzte belächeln diese Unbehagen, da man in ihren Augen wahrscheinlich nur unglücklich sein kann bei eindeutigem Übergewicht.
Bezügl.Hashimoto: wie wurde das festgestellt? Dies ist doch eine Autoimmunerkrankung, oder? Bei mir hieß es nur:SD - Unterfunktion.

Würd´mich freuen von dir zu hören !
Lg Bettina aus Wien

Autor:  Gast [ 05. Nov 2003 23:02 ]
Betreff des Beitrags: 

hallo bettina
bin heute zum ersten mal in diesem forum- hab sonst manchmal in Deutschland nachgeschaut.
zu deiner frage was ist hashimoto.
hashimoto ist eine autoimmunerkrankung, d.h. es gibt Antikörper ( gegen ein bestimmtes Enzym der Schilddrüse ), die die schilddrüse angreifen und zerstören - (sehr einfach ausgdrückt )
um eine hashimoto festzustellen müssen die Anti-TPO und Anti- TG untersucht werden
lbg gerlinde

Autor:  Gast [ 06. Nov 2003 15:35 ]
Betreff des Beitrags: 

Dankeschön!
Ja, hab ich mir schon gedacht. Es ist nämlich so, dass mein linker SD- Lappen "geschrumpft" ist seit vorigem Jahr. Nun ist er - so der Befund- deutlich kleiner als normal.
Glaubst du, dass dieser Gewebeabbau ein Anzeichen für eine Autoimmunerkrankung ist?
Lg Bettina

Autor:  Gast [ 13. Nov 2003 22:36 ]
Betreff des Beitrags: 

Hallo Birgit!
Weiß nur allzugut wie es dir geht. Bei mir hat es angefangen Mitte August. Hab mich von einer Minute auf die andere total unwohl gefühlt. Hatte so eine Art Schwindelgefühl und totales Unwohlsein. Dachte zuerst es liegt am Kreislauf wegen dieser Hitze die wir heuer hatten. Doch es wurde nicht besser und so ging ich zum Arzt um eine Gesundenuntersuchung zu machen. Laut dem Hausarzt war alles in Ordnung - Blutwert - EKG ect. Ich war total Lustlos und Müde das war arg. War natürlich schon völlig fertig, ständig diese Angst ich hätte eine schlimme Krankheit, denn irgendwoher mußte dieses Unwohlsein ja kommen. Dann bekam ich eines Tages plötzlich Herzrasen und ich habe und am ganzen Körper gezittert so dass ich dachte meine letzte Stunde hätte geschlagen und ich wurde ins Krankenhaus eingeliefert. Wieder alle Untersuchung Blutwerte EKG ect. alles in Ordnung und wurde am gleichen Abend noch abserviert mit der Aussage ich hätte Panikattacken - also psychische Probleme. Bekam Medikamente verschrieben die mich noch müder und schlaffer machten und man meinte ein Besuch bei einem Neurolgen wäre ratsam. Jedoch wußte ich genau, dass das keine psychischen Probleme sein können, bin verheiratet und habe absolut keine Probleme mit meinem Mann oder sonst jemanden. Es war schlimm, denn ich hatte ständig Angst ich könnte wieder Panikattacken kommen und ich konnte keine Sekunde mehr alleine bleiben. Nun gut , "Glück im Unglück" - oder wie auch immer man dazu sagen kann, hat meine Mutter trotzdem der Arzt meinte es könne nichts mit der Schilddrüse sein, mich quasi "angefleht": lass dir die Schilddrüse anschauen. (Meine Mutter weiß seit ca. 2 Jahren dass sie Hashimoto hat). Ok, in Gottes Namen hat mich der Arzt dann in ein Nuklearmed. Zentrum überwiesen und siehe da - mit dem Ergebnis HASHIMOTO! Ich war am Boden zerstört aber gleichzeitig froh endlich zu wissen woher diese Beschwerden kommen. Vom Nukl.Med. Zentrum hiess es 1 Tbl. Euthyrox 75 und halbjährliche Kontrolle. Wie gesagt, da meine Mutter sich nun schon seit 2 Jahren damit "beschäftigt" (weiß viel vom deutschen Forum) wusste sie erfahrungsgemäß, dass es viel besser ist mit einer kleinen Dosis, also mit einer Viertel Tablette anzufangen und dann immer eine Viertel Tablette zu steigern. 1 Tbl. wäre zuviel des Guten, denn der Körper muss sich erstmal daran gewöhnen wieder Hormone zu bekommen. Weiters sind wir dann zu einer SD-Ärztin nach Wien gefahren, die mir dann sagte ich solle auf 2 Tbl. Euthyrox kommen - jedoch wie meine Mutter mir empfohlen hat - die Dosis immer um ein Viertel erhöhen. Soll dann in 3 Monaten wieder kommen und dann sehen wir weiter wie meine Werte aussehen. Achja, ausserdem blieb zum 1. Mal meine Regel aus. Habe übrigens auch noch keine Kinder , möchte aber auf jeden Fall welche - und das möglichst bald, denn ich bin jetzt 31. Jahre und möchte nicht mehr allzu lange darauf warten. Seite ich nun Hormone nehme und mittlerweile auf 1 1/4 Euthyros 75 bin, haben sich meine Probleme fast zur Gänze normalisiert, ab und zu hab ich einen etwas höheren Blutdruck oder Puls oder einwenig innere Unruhe, aber im Gegensatz zu vor 2 Monaten, ist das herrlich. Und gut Ding braucht eben Weile. Weiters wurde mir empfohlen, Selen, Zink, VitaminB......zu nehmen. Das hat vielen hier (bzw. im deutschen Forum - ich denke in D weiß man schon mehr über Hashi) geholfen und heute habe es zum Ersten Mal genommen, bin selbst gespannt nach ein paar Einnahmen ob ich eine Besserung bemerke.
Was mir noch viel geholfen hat bzw. wo ich noch in Behandlung bin ist Akupressur (Feng Shui). Mein Arzt hat mir auch Yoga geraten, was ich zwar auch mache, aber von dem bin ich nicht so wirklich überzeugt, dass mir das hilft. Okay, also nur den Kopf nicht hängen lassen, es kann nurmehr besser werden . Ich konnte dich zwar nicht gerade beraten, da ich selbst ein "Neuling" bin aber zumindest weisst du, dass du nicht alleine mit diesen scheusslichen Nebenerscheinung dieser Krankheit bist.

Also alles Gute und ich hoffe ich lies bald wieder von dir

LG, Daniela

P.S. wo bist du denn zuhause?
meine E-Mail-Adresse: dani_at72@hotmail.com

Autor:  Gast [ 19. Dez 2003 11:52 ]
Betreff des Beitrags: 

Hallo Daniela!

ich ahbe seit jahren eine unterfunktion. aber nie wirlich mich darum gekümmert. dachte es ist normal dass mir zu kalt ist. und meine werte waren laut hausarzt in der norm.

jetzt weiss ich, weil ich auf deutschen seiten war, dass obwohl norm, meine werte doch noch auf eine unterfunktion hindeuten.

jetzt suche ich einen arzt in wien, der gut ist. kennst du jemand?

lg lisa

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