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Langsamer Stoffwechsel- helfen Jodidtabletten?
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Autor:  Gast [ 25. Sep 2003 14:55 ]
Betreff des Beitrags:  Langsamer Stoffwechsel- helfen Jodidtabletten?

Ich habe offensichtlich einen langsamen Stoffwechsel: habe innerhalb von 5 Jahren 20 kg zugenommen, obwohl sich meine Ernährung nicht wesentlich verändert hat. Ich führe auch ein Ernährungsprotokoll, da ich zuerst einfach Ernährungsfehler dafür verantwortlich gemacht habe (bei Surfmed). Dieses ergab, dass ich durchschnittlich weniger kcal zu mir nehme als empfohlen und dass die Ernährung (Verhältnis Fett/ KH/EW) eigentlich ganz ok ist. Jetzt frag ich mich allerdins, woher diese Zunahme kommt (und auch die Tatsache, dass ich die Kilos einfach nimmer loswerd).

Ich habe eine SD Unterfunktion vermutet (auch schon letztes Jahr) und daher eine Blutuntersuchung machen lassen. Ich bin nämlich auch andauernd müde, friere leicht (hab ständig kalte Hände und Füße), morgens geschwollene Augen und hab manchmal depressive Verstimmungen. Der Arzt sagte, die Werte seien OK.
Kann es vorkommen, dass bei der Blutuntersuchung alles OK ist und man trotzdem eine SDUF hat? Falls ja, wie stellt man das fest?
Irgendwie hab ich das Gefühl, dass mir die Ärzte unterstellen, dass ich eine einfache Ausrede für die Gewichtszunahme siche und dass sie mich daher in Bezug auf meinen Verdacht ned ganz ernst nehmen.

Könnt Ihr mir einen guten Arzt empfehlen?

Kann ich vielleicht eine Verbesserung meiner Symptome erzielen, indem ich Jodtabletten einnehme (die sind ja rezeptfrei). Und wenn ja, in welcher Dosierung?

Danke!

Autor:  Gast [ 25. Sep 2003 15:09 ]
Betreff des Beitrags: 

Hallo!

Also, Deinen Symptome deuten meiner Meinung nach eindeutig auf eine Unterfunktion hin, ich würde echt mal den Arzt wechseln.
Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass Jodtabletten helfen können, weil bei der Unterfunktion fehlen Dir die Hormone, vor allem solltest Du auch mal eine Ultraschalluntersuchung bzw. eine Szintigraphie machen lassen, dann weißt auch besser Bescheid, wie Deine Schilddrüse arbeitet.
Ich werde bald 27 und bei mir hat mann vor 2 Jahren SD- Krebs festgestellt, hab aber alles gut überstanden. Ich hatte auch eine ganz leichte Unterfunktion und bin wegen dieser Symptome zum Internisten gegangen wegen einer Gesundenuntersuchung (zahlt die Krankenkasse eh einmal im Jahr).
Vielleicht kannst schreiben, woher Du kommst, dann könnte ich Dir einen Arzt nennen.
Schöne Grüße, Lilli

Autor:  Gast [ 25. Sep 2003 23:55 ]
Betreff des Beitrags: 

Ich habe die selben Probleme. Ich bin von den Blutwerten gut eingestellt,
aber mein Stoffwechsel reguliert sich trotzdem nicht und es treten nach
wie vor die Symtome der SD-Unterfunktion wie Gewichtszunahme, Müdig-
keit, eine Schwere in den Gliedern und Stimmungsschwankungen auf.

Ich habe vor 1 1/2 Jahren mit Reductil und Spritzen von meinem Gynokologen 20 kg abgenommen, ich hatte wieder meine 75 kg bei
168 cm Größe - wie schön und glücklich war ich damit.

Im letzten Jahr ist wieder die schleichende Verschlechterung gekommen,
welche mir innerhalb dieses Jahres wieder 18 kg Gewichtszunahme und die übrigen Symptome zurückgebracht hat. Ich habe nunmehr die Tabletten auf 150 µg Euthyrox gesteigert, sodass ich normale und sehr gute Blutwerte habe, mein Befinden ist jedoch nach wie vor schlecht.

Ich gehe nächste Wochen noch zum Gynokologen und anschließend leiste ich mir privat einen Schilddrüsenspezialisten, denn vielleicht hilft eine Tablettenumstellung auf T3 und T4.

Es ist zwar nicht beruhigend, aber ich kann Dir nur bestätigen, dass die meisten Ärzte und Angehörigen keine Ahnung über den Leidensdruck, den diese Krankheit mit sich bringt, haben.

Ich werde, sobald ich weitere Ergebnisse habe, gerne weiter berichten.

Kopf hoch und liebe Grüße!

Elfi

Autor:  Gast [ 30. Sep 2003 9:55 ]
Betreff des Beitrags: 

Danke für eure Antworten!
Ich Dummi hab vergessen, die Seite zu bookmarken und musste sie erst wieder mühsam finden *G*

@Lilli: ich bin aus Wien!
Ich vermute schon länger, dass ich eine SD Unterfunktion habe und will einen Arzt finden, der wirklich alle Möglichkeiten überprüft und mich nicht wieder nur mit einer Blutuntersuchung abspeist. Wär super, wenn Du (oder auch jemand anders) mir einen solchen Arzt empfehlen könntest.

@Elfi: Du hast gesagt, Du hast mit Reductil und mit Hilfe von Deinem Gynäkologen abgenommen? Wie das? Ich bin noch ziemlich uninformiert und verstehe jetzt den Zusammenhang zwischen Gynäkologie, Schilddrüse und Abnehmen nicht ganz.

Kann es sein, dass eine UF der Schilddrüse auch Einfluß auf den Zyklus hat? Mein Zyklus spinnt nämlich seit 2 Monaten total. Ich blute alle 2 Wochen für 2 Wochen, die erste Woche hab ich Schmierblutungen. Vorher war meine Regel immer pünktlich, ich konnte meine Uhr danach stellen. PMS und Regalschmerzen hatte ich allerdings schon immer.
Termin beim Frauenarzt hab ich schon, aber erst am 20.10.- und ich hab Angst, dass es war Ärgeres sein könnte. Deshalb versuch ich heut schon die ganze Zeit, den Termin vorzuverlegen, krieg aber die Ordination nicht an den Hörer *nerv*.

Ich kann Euren Eindruck nur bestätigen, dass die Krankheitssymptome weder von Ärzten noch von Mitmenschen ernst genommen werden. Wenn man zunimmt heißt es immer, "dann iß halt weniger", wenn man gereizt ist "was ist, hast Deine Tage?" oder wenn man müde ist "geh früher schlafen". Dass es ned immer so einfach ist, kapieren viele nicht.
Danke daher auch für Eure tröstenden Worte.

lg
Birgit

Autor:  Gast [ 01. Okt 2003 15:07 ]
Betreff des Beitrags: 

Hallo Birgit! Also dringend zum SD-Spezialisten. Wenn du nämlich Hashimoto hast, dann schadet zusätzliches Jod nämlich! Sieh mal nach auf der Seite www.hashimotothyreoiditis.de. Der TSH-Wert sollte immer um 1 herum liegen. Die Referenzwerte sind leider sehr breit gesteckt, warum auch immer das so ist - keine Ahnung. Mir wurde auch lange gesagt, dass alles in Ordnung wäre. Aber vor kurzem habe ich alte Blutbefunde von mir gefunden (über 10 Jahre alt). Damals begannen meine Panikattacken, Gewichtszunahme, ständige Müdigkeit, spröde Fingernägel, ... unerfüllter Kinderwunsch - ein Wunder, dass ich überhaupt 1 Kind bekommen konnte nach 2 Fehlgeburten. Heute weiß ich, dass ich bereits damals eine latente UF hatte, obwohl die Werte immer im Normbereich lagen. Hätte man damals schon mit einer geringen Gabe von SD-Hormonen einen Versuch gestartet, so hätte ich mir sicher viel erspart im Leben.
Belächelt wird man bei dem Problem Gewichtszunahme meistens. Da die Ärzte ja nicht sehen, was wir den ganzen Tag essen, glauben sie uns auch nicht. Ich nahm während einer Hormonbehandlung meines Gynäkologens innerhalb von 3 Monaten 15 kg zu, obwohl ich nicht mehr aß. Er sagte allen Ernstes, dass dies nicht von den Tabletten kommen könnte und grinste komisch. Mein Mann saß daneben und bestätigte meine Angaben, auch das wollte er nicht zur Kenntnis nehmen. Ich habe mich geschämt, obwohl es eigentlich nichts zu schämen gibt. Aber ich kenne diese Gefühle. Jedenfalls würde ich dir wie gesagt raten deine Werte genauestens kontrollieren zu lassen und vorerst Hände weg vom Jod. Lg, Susi

Autor:  Gast [ 02. Okt 2003 16:47 ]
Betreff des Beitrags: 

Danke, Ihr habt meine Vermutung bestätigt. Ich werd mich daher schleunigst um einen Termin beim Internisten bemühen.

lg
Birgit

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