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 Betreff des Beitrags: abwechselnd UF-ÜF Symptome
BeitragVerfasst: 08. Okt 2005 18:44 
Hallo!

Bin mal gespannt ob mir hier jemand weiterhelfen kann.
Ich versuche es einfach mal.

Ich habe seit einigen Jahren meine Hashimoto Diagnose.
Meine Einstellung war zu Beginn in Ordnung und wurde in den letzten Jahren zunehmend schwieriger.

Befand mich in den letzten drei Jahren fast laufend in einer Unterfunktion;
seit einem Jahr geht es besser.
Bin ca. alle zwei Monate bei der Blutabnahme und es muss leider immer wieder die L-Thyroxinzufuhr angepasst werden.

Ich gerate nun in regelmässigen Abständen in Unterfunktions-oder Überfunktionssymptomatik.
Meine Ärztin ist wirklich bemüht, habe das Gefühl das sie mich wirklich versteht aber wir schaffen es nicht über einen längeren Zeitraum meinen Wohlfühlwert zu halten.

Habt ihr eine Idee???

Letzte Blutabnahme: Anfang September TSH:1,31 (0.3-4,0)
Nach zwei Wochen ging es wieder rund: Durchfall, Unruhe,Bauchblubbern,Blähungen, Herzklopfen etc.
Die Tabletten wurden für zwei Tage pausiert mittlerweile habe ich meine normale Tablettenzufuhr wieder erreicht.

Hoffe auf euch,
liebe Grüsse Martina


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 09. Okt 2005 8:35 
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Registriert: 03. Jun 2005 14:49
Beiträge: 564
Wohnort: Graz
Hallo Martina!

Um Deine Frage zu beantworten, wäre es meines Erachtens hilfreich, wenn Du Dir die Mühe machen würdest, eine Werteübersicht (Datum, Werte TSH, fT3, fT4 samt Normwerten sowie jeweiliger Tablettendosierung) samt dazugehöriger UF/ÜF-Symptomatik zu erstellen.

Ist viel Arbeit, klar, aber vielleicht kann man aus dem Verlauf etwas ableiten bzw. erkennen.

lg
Maria


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 09. Okt 2005 16:38 
Hallo Maria!

Meine drei letzten Befunde:

Anfang Februar 2005- TSH: 1,45 (0,25-4,2)
fT4: 1,45 (0,9-1,9)
fT3: 4,75 (3,0-7,5)
Einnahme von L-Thyroxin 50
1Tbl - 1 1/2Tbl abwechselnd und zusätzlich 2x1/4Tbl pro Woche
Ende Februar der Beginn von ÜF Beschwerden:
Herzklopfen auch in Ruhe, es genügen plötzlich 5 Stunden Schlaf und ich bin topfit, Bauchstechen, Unruhe, Gefühl Durchfall zu bekommen, Übelkeit, Blähungen etc.

Dadurch wurden Anfang März die Tabletten für drei Tage pausiert bei anschliessender Blutabnahme war der TSH-Wert natürlich hoch.
TSH: 2,68
fT4: 1,04
fT3: 3,82
Neuer Start und der nochmalige Versuch mit gleich hoher Tablettenzufuhr führen Anfang Juni zu ähnlichen Symtomen jedoch diesesmal mit vermehren Herzrasen.
TSH: 1,06
Befund leider verloren nur das TSH auf einem Zettel vermerkt gehabt!
Tablettenzufuhr wurde für zwei Tage pausiert und dann die Einnahme etwas verändert.
Abwechselnd 1 Tbl.- 1 1/2 Tbl bleibt gleich jedoch nur mehr 1 x 1/4 Tbl pro Woche zusätzlich.

Letzte Blutabnahme von Anfang September:
TSH: 1,31
fT4: 1,45
fT3: 4,37
Meine Beschwerden traten aber erst nach ca. 14 Tagen auf:
schwallartige Durchfälle, starke Übelkeit, Unruhe, Bauchstechen, Herzklopfen, bin topfit.

So, nun bin ich gespannt ob dir was schlaues einfällt.

Danke schon einmal im voraus fürs bemühen

liebe Grüsse
Martina


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 09. Okt 2005 19:45 
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Registriert: 03. Jun 2005 14:49
Beiträge: 564
Wohnort: Graz
Hallo Martina!

So, als erstes habe ich mal die fT3 und fT4 umgerechnet um etwas genauer hinsehen zu können.

Anfang Februar 2005- TSH: 1,45 (0,25-4,2) ---> ziemlich optimal, sollte rund um 1 liegen, nicht höher als 2 (4,2 sind überholt)
fT4: 1,45 (0,9-1,9) ---> 55% liegt relativ gut
fT3: 4,75 (3,0-7,5) ---> 38,89% liegt interessanterweise niedriger als fT4 ist üblicherweise gleich hoch oder sogar höher als fT4
Einnahme von L-Thyroxin 50
1Tbl - 1 1/2Tbl abwechselnd und zusätzlich 2x1/4Tbl pro Woche
Ende Februar der Beginn von ÜF Beschwerden:
Herzklopfen auch in Ruhe, es genügen plötzlich 5 Stunden Schlaf und ich bin topfit, Bauchstechen, Unruhe, Gefühl Durchfall zu bekommen, Übelkeit, Blähungen etc.

Dadurch wurden Anfang März die Tabletten für drei Tage pausiert bei anschliessender Blutabnahme war der TSH-Wert natürlich hoch.
TSH: 2,68
fT4: 1,04 ---> 14% liegt natürlich viel zu niedrig, klar, keine SD-Hormone vorher bekommen
fT3: 3,82 ---> 18,22% liegt in dem Fall überraschend höher als fT4 vielleicht ein Hinweis?
Neuer Start und der nochmalige Versuch mit gleich hoher Tablettenzufuhr führen Anfang Juni zu ähnlichen Symtomen jedoch diesesmal mit vermehren Herzrasen.
TSH: 1,06 ---> eigentlich noch immer ein optimaler TSH, rund um die1 liegt der Median (=die meisten gesunden Menschen)
Befund leider verloren nur das TSH auf einem Zettel vermerkt gehabt!
Tablettenzufuhr wurde für zwei Tage pausiert und dann die Einnahme etwas verändert.
Abwechselnd 1 Tbl.- 1 1/2 Tbl bleibt gleich jedoch nur mehr 1 x 1/4 Tbl pro Woche zusätzlich.

Letzte Blutabnahme von Anfang September:
TSH: 1,31 ---> wieder leicht gestiegen
fT4: 1,45 ---> 55% wieder gleich wie Anfang Februar
fT3: 4,37 ---> 30,44% noch niedriger als Anfang Februar
Meine Beschwerden traten aber erst nach ca. 14 Tagen auf:
schwallartige Durchfälle, starke Übelkeit, Unruhe, Bauchstechen, Herzklopfen, bin topfit.

So, nun werde ich mich bemühen einen sinnvollen Schluss daraus zu ziehen, wenngleich ich vorausschicke, dass ich kein Werteexperte bin und selbst keine Hormone nehme und noch nicht mal Hashi habe sondern MB und gerade Thyreostatika einnehme. Aber ich habe mich ein wenig schlau gelesen.

Für mein Gefühl liegt das Geheimnis in der nicht optimalen Umwandlung von T4 in T3. Das fT3 ist immer niedriger als das fT4 (außer als Du die Hormontabletten weg gelassen hast)

Ist jetzt natürlich Spekulation, was ich sage, weil ich kein Arzt bin aber es erscheint mir recht schlüssig: Die Umwandlung von T4 in T3 funktioniert nicht optimal, daher ist das fT4 höher und das fT3 niedriger. Es kann dann gegenüber Deinem "Wohlfühl-fT4" zu einem zu hohen fT4-Wert kommen, weil eben nicht umgewandelt wird, woraus die ÜF-Symptome kommen können.

Das würde bedeuten, dass nicht die Höhe der T4-Zufuhr zu hoch ist sondern zu wenig umgewandelt wird, woraus ein zu hoher fT4-Wert einem zu niedrigen fT3-Wert gegenüber steht, woraus sich auch klarerweise UF- und ÜF-Symptome abwechselnd die "Hand geben".

Hoffentlich drücke ich mich jetzt nicht zu kryptisch aus.

Was kann man, wenn es wirklich eine Umwandlungsstörung ist, machen?

Ein Vesuch wäre, Selen dazu zu nehmen, weil Selen die Umwandlung von T4 in T3 begünstigt.
Da könntest Du einschleichend mit 50 µgr beginnen und langsam auf 200 µgr steigern, dann nach ca. 6 Wochen nach Erreichen der 200 µgr neue Werte machen und schauen, ob T3 reagiert hat. Wäre einen Versuch wert, Selen musst Du aber selbst kaufen, zahlt die Kasse nicht so viel ich weiß.

Eine andere Möglichkeit wäre, statt reinem T4 auf ein Kombipräparat (z.B. Novothyral) zu wechseln und zusätzlich zu T4 auch T3 als Medikament zu nehmen. Das müsstest Du natürlich mit Deinem Arzt abklären, der Dir das verschreiben muss und auf das Du von ihm von der Dosierung her genau eingestellt werden müsstest.

Worauf ich Dich gleich vorweg aufmerksam machen möcht ist, dass bei den Nebenwirkungen von Novothyral im Beipacktext steht, dass es zu einem suppremierten (=zu niedrigen) TSH kommen kann, was nicht auf eine ÜF zurück zu führen ist sondern auf die T3-Einnahme. D.h. man der Arzt muss sich bei der Einnahme eines Kombipräparates primär an fT3 und fT4 orientieren und nicht am TSH (ist auch für Dich natürlich wichtig zu wissen) siehe auch http://www.merck.at/pharma/pdf/novothyral_tabletten.pdf

Ich hoffe, ich konnte Dir weiterhelfen. Wie gesagt, ist das, was mir spontan bei Deinen Werten eingefallen ist, vielleicht liege ich auch komplett falsch.

lg
Maria


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 09. Okt 2005 21:46 
Hallo Maria!

Das nenne ich eine prompte Antwort!

Ich werde mal mit der Einnahme von Selen starten und schauen was passiert.
Habe es seit einem Jahr zu Hause aber noch nie eingenommen, da ich gehört habe das am Anfang Überfunktions ähnliche Symptome auftreten können und ich ohnehin schon genug damit herumkämpfe.

Aber jetzt starte ich halt mal ganz vorsichtig.

Ein Medikamentenwechsel kommt für mich derzeit auf keinen Fall in Frage.
Ganz zu Beginn meiner Hashi-Karierre habe ich das Thyrex nicht gut vertragen und es wurde auf L-Thyroxin gewechselt.
Ein Horror!
Meine Ärztin war damals selbst ganz erschrocken wie mein Körper auf eine Änderung reagiert hat.
Meinte: "Bei ihnen wechseln wir nur mehr wenn es gar nicht mehr anders geht". Da bin ich mit ihr einer Meinung.

Liebe Grüsse von einer nun mutigen Martina

und schönen Abend noch.

Wenn es hilft hörst du auf jeden Fall von mir!!!


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BeitragVerfasst: 10. Okt 2005 5:44 
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Registriert: 03. Jun 2005 14:49
Beiträge: 564
Wohnort: Graz
Hallo Martina!

Ich drück Dir ganz fest die Daumen!

Und ja, lass was von Dir hören, aber bitte - hab Geduld! Erstens ist einschleichen wichtig, laaaangsam erhöhen und dann auch noch Geduld bis es hilft dauert es ...

Alles Gute
Maria


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 17. Okt 2005 20:16 
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Registriert: 12. Okt 2005 19:32
Beiträge: 3
Hi Mädels,

ich hoffe Ihr seid noch nicht fertig, denn ich möchte auch noch was weitergeben:

Interessant ist die Anzahl der Antikörper (messen lassen) da diese zeigen, wie stark und schnell sich die SD zerstört und somit das Ausschütten der Hormone regeln.

Weiters ist es so, daß die SD Körpervorgänge regelt. Wer gerne schwitzte schwitzt mehr, wer vorher nervös war kann jetzt ruhig(UV) oder fast schon psychotisch werden(ÜV), ... (nur Beispiele - allgemein!!!! ichkenne Euch ja nicht!)

Die Werte haben nur im zusammenhang Aussagewert für das seelische Allgemeinempfinden.

Wenn wir laufen gehen, sagt unser Hirn, daß wir Energie brauchen. Der Hypothalamus schüttet Botenstoffe aus die die SD zur Arbeit anregen. Außer man hat eine UV. Dann passiert gar nichts. Ich habe die Erfahrung gemacht, daß wenn ich mich zu sehr auf die SD-Werte konzentriere, sich Angst in mir regt, welche aber wiederum zu einer Anregung des Hyperthalamus führt und den Stoffwechsel ankurbelt, Streß verursacht, zu einer weiteren Zerstörung von SD-Gewebe führt und so weiter.

So und jetzt kommts:

"Wer andere kennt ist klug, aber wer sich selbst kennt ist weise" Ich weiß von mir, daß ich mich mental zur Gelassenheit bringen muß, da es sonst zu einem Kreislauf werden kann.

(PS: Hab gar nicht gewusst, daß schreiben so schnell passieren kann)

Also das wars mal für Euch

Euer Mundl


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 22. Okt 2005 11:30 
Hallo

Ich habe heute zum ersten Mal in diesem forum geschmöckert.
Kurz zu mir . Bei mir wurde vor 2 Jahren eine hashi festgestellt (lt. Sono und AK ) - bis vor ca 1/2 jahr keine Beschwerden

vor 3 wo Blutkontrolle - TSH auf 14,4 angestiegen T3u.T4 Normal, AK 1000 ich fühle mich müde, lustlos, Kreislaufprobleme, Gewichtsred. und Appetitmangel

seit 10 Tagen nehme ich nun Thyrex 0,1 eine halbe tabl. - fühle mich noch kaum besser
Wann tritt endlich eine besserung ein - wer weiß dazu mehr


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 24. Okt 2005 13:45 
Hi Du,

Bis sich die SD eingependelt hat, kanns, soweit ich weiß, bis zu 3 Monaten dauern - (bei bereits im Normbereich eingestelltem TSH)

Bei einer Hashi allerdings ist es wichtig andere Faktoren zu beachten: gesunde Ernährung, Bewegung, Stress meiden, ... um eine fortschreitung des Entzündungsherdes einzubremsen.

Das fällt mir mal spontan ein.

LG daMundl


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 24. Okt 2005 14:12 
Hallo. Ich bin selbst seit 3 Jahren Hashi und habe auch etwas Erfahrung mit dieser Krankheit gesammelt. Ich habe mir Deine Werte mal angeschaut. Ich kann weit und breit keine ÜF erkennen. Ich glaube eher, dass Du zu viel und zu oft mit dem Thyrex jonglierst und das in zu großen Sprüngen. Mir persönlich ist aufgefallen, dass die Verträglichkeit des Thyrex dann am besten ist, wenn es der Körper in einer gleichbleibenden Menge akzeptiert und gewöhnt hat. Erst dann kommt er zur Ruhe. Bei jeder größeren Umstellung reagiert er mit UF und ÜF-Symptomen gleichzeitig. Ich würde daher meinen, dass man nur in kleinen Schritten erhöhen oder senken sollte. Leider kann man viele Symptome, die Du beschrieben hast sowohl in ÜF als auch in UF haben, daher ist auch hier die Zuordnung nicht so leicht. Verdauungsprobleme könnten auch andere Ursachen haben, z.B. Zöliakie, welche sich gerne an Hashi anhängt, und wo ich glaube, dass ich sie auch habe. Bin aber zu feige es untersuchen zu lassen.
Eine massive Umwandlungsstörung sehe ich bei Dir eher auch nicht. Aber Selen und Zink sind sicher bei Hashi wichtig. Ich persönlich hatte eine viel größere Differenz zw. ft4 u. fT3 und nehme daher zusätzlich T3 ein. Es könnte bei Dir durchaus sein, dass ein TSH so um die von 1,4 zu hoch ist, und Du daher diese Probleme hast. Man kann den TSH durchaus bis zur unteren Grenze so bis 0,3 bis 0,4 senken und die fT3 u. fT4 Werte bis zur oberen Norm erhöhen. Aber nur in ganz kleinen Schritten.
Ich hoffe Du bekommst es auch in Griff, so ganz 100%ig werden wir Hashi sowieso nicht mehr funktionieren, aber man kann auch mit 80 - 90 % ganz gut leben.
Liebe Grüße Renate


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