Schilddrüsenforum Österreich
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bitte um meinung zu neuen laborwerten
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Seite 1 von 1

Autor:  Gast [ 17. Sep 2005 0:36 ]
Betreff des Beitrags:  bitte um meinung zu neuen laborwerten

hallo...

endlich nach monaten wartezeit auf einen untersuchungstermin hab ich meinen befund und würde mich über eure meinung freuen

TSH: 4,78 µU/ml (0,35-5,50)
FT4: 1,23 ng/dl (0,89-1,80)
FT3: 3,22pg/ml (2,30-4,20)
TPO Ak (MAK): 53 U/ml (0-60)
TG Ak: <30 U/ml (0-60)
Calcitonin: 2,3 pg/ml (0,0-13)
Kalzium: 2,41 mmol/l (2,10-2,55)

zusammenfassung: normal große schilddrüse mit kleinen adenomen beidseits, EUTHYREOSE (TSH an der oberen normgrenze)

obwohl ich 90 % der symptome einer unterfunktion habe, sind diese scheinbar doch nicht auf diese zurückzuführen...

was meint ihr dazu? hab jetzt mal euthyrox 50 µg verschrieben bekommen, allerdings nur wegen den adenomen (was auch immer das für knoten sind???).

für rückantworten wär ich euch dankbar

Autor:  Gast [ 17. Sep 2005 10:12 ]
Betreff des Beitrags: 

hallo. der tsh deutet eindeutig auf eine unterfunktion hin. obere normgreneze, von wegen. der tsh sollte wenn möglich um die 1 liegen. etwas drunter oder drüber. kein wunder, dass du 90% der symptome hast. euthyrox ist gut. bitte tsh beobachten und euthorox solange erhöhen bis es dir wieder gut geht. katja

Autor:  mch66 [ 17. Sep 2005 18:58 ]
Betreff des Beitrags: 

Hallo!

Dein TSH ist nach den neuesten Erkenntnissen nicht nur knapp erhöht sondern schon recht deutlich, die Obergrenze wird eher bei 2,5 angesetzt, leider arbeiten noch nicht alle danach.

Die freien T3+4 sind eher niedrig daher ist es gut, dass Du Hormone verschrieben bekommen hast.

Engmaschige Kontrollen sind am Anfang zu empfehlen, 4-6 Wochen.

lg
Maria

Autor:  Gast [ 17. Sep 2005 19:57 ]
Betreff des Beitrags: 

hallo maria, hallo katja!

danke erstmal für eure antworten. mir gefällt der die meinung der ärztin es sei euthyrose auch nicht, weil dich eben in den diversen foren schon viel über den herabgesetzten referenzbereich von tsh gelesen habe. was mich allerdings etwas verwirrt ist, das scheinbar trotzdem noch die meisten ärzte mit den höheren referenzbereichen arbeiten.... also zumindest die bei denen ich war und da sind immerhin zwei wiener sd-ambulanzen darunter!!! also man sollte meinen dass grad in diesen ambulanzen ES die ärzte BESSER WISSEN SOLLTEN, oder?

so blöd es klingen mag, aber irgendwie verdanke ich es den knoten, dass ich euthyrox verschrieben bekommen habe. obwohl bei mir schon vor 5 jahren eine latente sdu festgestellt wurde, jedoch war lt. damaligen arzt war eine behandlung nicht notwendig. daher dachte ich die symptome die alle auf sdu zutreffen liegen in meiner natur und da kann man nichts machen! damals wusste ich allerdings nicht mal richtig was die sd ist!

diesmal war ich stur! finde es aber erschreckend, wie wenig man den ärzten vertrauen kann!!!

kennt jemand in wien einen arzt der mit den neuen referenzbereichen arbeitet?

Autor:  Gast [ 17. Sep 2005 19:58 ]
Betreff des Beitrags: 

hallo maria, hallo katja!

danke erstmal für eure antworten. mir gefällt der die meinung der ärztin es sei euthyrose auch nicht, weil dich eben in den diversen foren schon viel über den herabgesetzten referenzbereich von tsh gelesen habe. was mich allerdings etwas verwirrt ist, das scheinbar trotzdem noch die meisten ärzte mit den höheren referenzbereichen arbeiten.... also zumindest die bei denen ich war und da sind immerhin zwei wiener sd-ambulanzen darunter!!! also man sollte meinen dass grad in diesen ambulanzen ES die ärzte BESSER WISSEN SOLLTEN, oder?

so blöd es klingen mag, aber irgendwie verdanke ich es den knoten, dass ich euthyrox verschrieben bekommen habe. obwohl bei mir schon vor 5 jahren eine latente sdu festgestellt wurde, jedoch war lt. damaligen arzt war eine behandlung nicht notwendig. daher dachte ich die symptome die alle auf sdu zutreffen liegen in meiner natur und da kann man nichts machen! damals wusste ich allerdings nicht mal richtig was die sd ist!

diesmal war ich stur! finde es aber erschreckend, wie wenig man den ärzten vertrauen kann!!!

kennt jemand in wien einen arzt der mit den neuen referenzbereichen arbeitet?

Autor:  mch66 [ 17. Sep 2005 22:14 ]
Betreff des Beitrags: 

Gast hat geschrieben:
was mich allerdings etwas verwirrt ist, das scheinbar trotzdem noch die meisten ärzte mit den höheren referenzbereichen arbeiten.... also zumindest die bei denen ich war und da sind immerhin zwei wiener sd-ambulanzen darunter!!! also man sollte meinen dass grad in diesen ambulanzen ES die ärzte BESSER WISSEN SOLLTEN, oder?

kennt jemand in wien einen arzt der mit den neuen referenzbereichen arbeitet?


Hallo!

In Wien kenne ich nur Herrn Dr. Zettinig und da weiß ich hinsichtlich der Einstellung zum TSH leider nichts Genaues.

Allerdings war ich gerade heute auf dem Grazer Hormonsymposion, wo natürlich auch die Rede auf die Sache mit den neuen TSH-Werten kam und siehe da - auch hier, wo wirklich die Spitzen der SD-Mediziner zusammen kamen, gab es geteilte Meinungen.

Die Studien, die von den neuen Werten bis 2,5 reden können nicht einfach ignoriert werden, die Lösung von den "alten" 4,2 ist aber auch nicht so einfach und viele Labore verwenden sie auch noch.

Als durchgehende Meinung von den ein wenig fortgeschritteneren Ärzten war für mich herauszuhören, dass zwischen 2,5 und den 4,2 Hormone gegeben werden, wenn ZUSÄTZLICH ein Beschwerdebild da ist.

So wird sozusagen "beiden" Toleranzgrenzen Recht gegeben, der niedrigeren, indem auf die Problematik der Einzelperson eingegangen wird, der höheren Toleranzgrenze, als die 2,5 nicht als alleiniger Indikator herangezogen wird.

Ein Kompromiss sozusagen, mit dem man aus meiner Sicht aber leben kann.

Sehr intensiv die Sache mit den neuen TSH-Grenzen vertreten hat ein Arzt aus Innsbruck, Herr Dr. Zechmann.

lg
Maria

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