Hallo!
Ich leide seit letztem Jahr unter so netten Sachen wie Müdigkeit, Verstopfung (die jetzt in weichen Stuhl umgeschlagen ist), Konzentrationsstörungen und trockenen Händen - und seit einer Ewigkeit an Regelschmerzen und einem unregelmäßigen Zyklus (einmal kommt die Regel planmäßig, einmal nach 5 Wochen, einmal noch später, dann wieder planmäßig).
Dieses Jahr kamen nach der Pilleneinnahme (hab sie genau einen Monat ausprobiert wegen meinem unregelmäßigen Zyklus), wahrscheinlich auf das darauffolgende Hormonchaos, schlimme Panikattacken, Gereiztheit (wobei sich diese wieder gebessert hat), Hyperventilationsanfälle, Schwindel, Magenprobleme (hab 3 Kilo abgenommen) und das Gefühl, mir steckt ein Kloß im Hals und schnürt mir die Luft ab, hinzu. Hab außerdem oft, besonders abends, Zittern an den Händen und Schmerzen in den Armen.
Die Pille hab ich mittlerweile seit 3 Monaten abgesetzt, die Gerzeit und der Schwindel sind fast weg, aber Panikattacken und den Kloß im Hals und Atemprobleme hab ich noch immer (oft stundenlang). Ich habe schon alle möglichen Untersuchungen machen lassen. Lungenröntgen okay, Lungenfunktionstest weist Probleme beim Einatmen auf (weist auf Hyperventilation hin), sonst einwandfrei, also kein Asthma, habe außerdem erniedrigtes CO2 im Blut (auch Hyperventilation). Beim Herzultraschall kam ein Mitralklappenprolaps mit Mitralinsuffizienz I heraus. War im Juni bei der Augenärztin wegen einem Druck im linken Auge und Sehstörungen. Mein Sehvermögen ist von -1,25 auf -3 geschrumpft, obwohl ich die Jahre davor immer -1,25 bzw. - 1,5 auf dem anderen Auge hatte.
An Medikamenten nehm ich derzeit 360 mg Magnesium täglich und ca. einmal pro Woche, wenn's mir besonders dreckig geht mit dem Zittern und den Panikattacken, Psychopax Tropfen in geringer Dosis.
Diese Woche bekam ich die Ergebnisse meiner Blutuntersuchung (schreibe nur das, was nicht in der Norm ist):
Blutbild:
Differentiale Zählung:
segm. neutroph. rel L 37.0% sollte sein 50.0 - 70.0
Lymphozyten H 46% sollte sein 20-40
segm. neutroph. abs. L 1.57 sollte sein 2.0 - 7.0
Chemischer Befund:
Bilirubin gesamt H 1.2 mg/dl sollte kleiner als 1.1 sein
SGOT (AST) H 32 U/L sollte kleiner als 31 sein
Schilddrüse
TSH-S H 4.38 uU/ml normal ist: 0.27-4.20 (laut dem Labor, bei dem ich war)
Meiner Meinung nach weisen der TSH von 4,38 (die amerikanische Norm geht nur bis 2,5), das erhöhte Bilirubin und das Immunsystem (Hinweis auf Infektion oder Entzündung) eindeutig auf eine UF hin. War gestern bei meiner Hausärztin, und die hat gemeint, das wär grenzwertig und harmlos, meine Beschwerden können nicht davon kommen. Sie hatte übrigens auch keine Ahnung vom Zusammenhang Müdigkeit-Panikattacken-Mitralklappenprolaps, bis ich sie darauf hingewiesen habe. Ihrer Meinung nach wäre, da ich ein schüchterner Mensch bin und Stress im Studium hatte, eine psychosomatische Klinik das Richtige, die Schilddrüse und der MKP sind nicht dafür verantwortlich.
Irgendwie komme ich mir von ihr ein bisschen verarscht vor ...
Was meint ihr?
Das ist doch eindeutig UF und abklärungsbedürftig, oder?
Kann der TSH Wert auch von der Pille kommen, obwohl ich sie seit 3 Monaten nicht mehr nehme?
Ich lasse mir in der Schilddrüsenpraxis Josefsstadt (bei Dr. Zettinig) einen Termin geben. Mir ist die Sache nicht ganz geheuer. Kennt jemand diesen Arzt und hat Erfahrung mit ihm?