Hallo,
mein Name ist Nicole und ich bin 38 Jahre alt.
Vor einigen Jahren schon bemerkte ein Arzt bei einer Vorsorgeuntersuchung dass ich einen vergrösserten Hals hätte und schickte mich zur Untersuchung. Bei einem Nuklearmediziner stellte sich heraus dass ich sehr viele kleine Knoten in beiden SD-Lappen hätte, die Blutwerte waren normal.
Daraufhin ging ich regelmäßig wie vorgeschrieben jedes halbe Jahr ins AKH zur grossen SD-Untersuchung. Keine Veränderung und BB auch immer in der Norm.
Vor 5 Jahren wechselte ich meinen Arbeitsplatz und versäumte meine Nuklearmedizinische Untersuchung.
Vor 4 Jahren fing es mit "komischen" Beschwerden an, ich hatte laufend Halsweh, nahm nichts ab trotz oftmals wenig Essen usw..
Jetzt im Februar wurden meine Beschwerden ganz arg, ich habe laufend/durchgehend leicht erhöhte Temperatur, fühle mich ständig krank, kann mich nicht mehr konzentrieren, bin nicht mehr so stressfrei und kann mit Stressigen Situationen nicht mehr umgehen, habe sehr sehr oft kalte Gliedmassen (Hände, Füsse) obwohl draussen eine Temperatur von 35+ herscht, habe irrsinnige Schluckbeschwerden, bekomme nachts beim liegen oft schwer Luft, mir gehen die Haare aus, mir brechen die Nägel ab, ich zittere öfters und habe öfters einen schnellen Herzschlag obwohl ich mich nicht aufrege, muss mich ständig räuspern, schwitze nachts sehr viel, merke mir nichts mehr (okay kann vllt auch am Alter liegen), und seit Juli bin ich dauerkrank (Sommergrippe, Halsentzündung, Husten,...) und seit ca 4 Wochen habe ich auch nur noch einen niedrigen Puls und einen Blutdruck von 80/60 - 90/70 und nehme Effortil Kreislauftropfen obwohl ich nicht grad die Dünnste bin. Habe seit Juli auch sehr wenig gegessen, keinen Hunger und nehme nichts ab im Gegenteil und ich bin sehr sehr müde und schlafe fast nur ........
Im Februar ging ich daraufhin zu meinen HA und machte ein BB, die SD-Werte waren nochimmer alle in der Norm, nur hatte ich fast kein Kalzium. Seitdem nehme ich Kalziumtabletten.
Da ich es da im Februar doch mit der Angst zu tun bekam vereinbarte ich wieder einen Termin im AKH, die Untersuchung hatte ich dann im Juli, im August bekam ich den Befund nach Hause geschickt, ich möge mich zu einer Feinnadelbiopsie eines Kalten Knotens melden. Die Biopsie hatte ich letzten Dienstag. Sie tat nicht weh, nur danach kann ich noch schwerer schlucken und ich bekomme weiterhin keine Luft in der Nacht. Die anderen Beschwerden bestehen nach wie vor.
Bei der Biopsie wurde mir seitens des Arztes nichts erklärt im Bezug auf Kalten Knoten und was man weitermacht.... Auf meine Frage wegen meiner Beschwerden, ob die von der SD kommen könnten meinte dieser ebenso nur, "Quatsch, ihre Sympthome hängen in keinsten Fall mit der SD zusammen"
Ebenso die Vertretung meines HA meinte "Schwachsinn, dass sind keine Anzeichen wegen der SD, ausserdem sind ihre Schilddrüsenwerte alle im Normbereich und ein Kalter Knoten ist überhaupt nichts, da wird nichts gemacht, ich brauche keine Angst zu haben. - Ihre Lunge hört sich gut an, und der Hals sieht auch sehr gut aus, ich würde ihnen vorschlagen zum Lungenröntgen und HNO gehen wegen der Beschwerden" - Ergänzend von mir: Ich war voriges Jahr im Winter beim LungenFA und im Juli im KH wegen meinem Hals, o.B.!
Dann rief ich im KES an, die Leute waren alle sehr freundlich am Telefon

- mir wurde in der Nuklear erklärt dass man einen kalten Knoten meist operativ entfernt,.... und dann in die Chirugie zu einem Arzt weiterverbunden. Dieser meinte diese "Sympthome" können sehr wohl von der SD kommen, und tun sie wahrscheinlich auch, auch wenn die BW normal sind, und ich könne bei ihnen vorbei kommen mit allen Befunden dann und sie schaun sich das nochmal an.
Jetzt meine Frage: Kann das sein, dass Spitäler so unterschiedlich sind ? Einmal alles abtun und nichts erklären andererseits wieder etwas glauben und helfen wollen ? Was wird bei einem kalten Knoten jetzt gemacht? Ich weiss ich muss die Biopsie abwarten, aber man ist doch unruhig vorallem von WO kommen die Beschwerden dann ? Können die Beschwerden jetzt doch von der SD kommen ? Muss man in meinem Falle dann doch die komplette SD entfernen, da ich überall normale Knoten habe und im Isthmusbereich nen kleinen Kalten Knoten ? (dass meinte beide Spitäler, aber eben ohne Erklärung)
Wielange muss man im Spital bleiben, wielange kann man dann nicht arbeiten gehen (schwer heben) ? Soll ich das Spital wechseln ?
Mein Befund:
SD-US: Volumen 14 ml
Binnenstruktur: gering echoarm und gering inhomogen
Im rechten SD-Lappen befinden sich viele kleine Knoten und bis zu zwei Knoten mit einem DM von 0,7x1,1 / 1,1x2 und 0,7x0,7 cm.
Links im Isthmus-Bereich befindet sich ein Knoten mit 1,2x0,7cm
Szinti:
Der Uptake beträgt 1,17%. Beide Lappen kommen in normaler LAge und Form regelrecht speichernd zur Darstellung. Der Knoten links im Isthumsbereich ist minderspeichernd.
Diagnose:
Struma nodose bei derzeit eutrhyreoter SToffwechsellage ohne Schilddrüsenspezifische Medikation. Mit kalten Knoten im Isthmusbereich.
Therapie:
Abklärung mittels Biopsie des kalten Knotens.
BB:
TSH 0,77 (Ref. 0,44 - 3,77)
T4 1,10 (Ref. 0,76 - 1,66)
T3 2,80 (Ref. 2,15 - 4,12)
Calcitonin <2 (Ref. <5)
Thyreoglobulin <10 (Ref. <33 neg 33-115 Grau drüber positiv)
Thyreoperoxidase 14 (Ref. < 28 neg, 28-34 Grau drüber positiv)
Kalzium 2,35 (Ref. 2.2 - 2,65) (ich nehme ja auch tgl.Kalziumtabletten)
Weiters muss ich noch dazusagen dass meine Familie (Schwestern mütterliche Seite) SD-Krebs, Hashimoto, Brustkrebs, Unterleibskrebs hatten. Dem Spital teilte ich dies ebenso mit, jedoch wäre dies egal.
Ich danke allen die sich diesen elend langen Thread durchlesen und hoffe hier wenigstens ein paar Antworten zu meinen Fragen zu erhalten, oder ob ich wirklich schon doof bin und mir Sachen einbilde

Ganz liebe Grüsse und ein schönes Wochenende
Nicole