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Hallo Sylvia,
begonnen hat alles eigentlich sehr harmlos. Habe selbt, jedoch ohne Beschwerden zu haben, beim Rasieren einen kleinen, (etwa so groß wie eine Erbse) Knoten im Bereich meines Kehkopfes entdeckt. Alle Untersuchungen (US, Szinti, SD-Parameter im Blut, Pentagastrin-Stimulation, etc...) waren ohne Befund. Folgedessen
wurde im September 2005 ein ganz "unbedenklicher harmloser Knoten" im rechten oberen Pol der Schilddrüse entfernt. Während der OP wurde ein fortgeschrittenes Karzinom pT4 im Gefrierschnitt entdeckt. Bei der anschließenden Radikalopertation der Schilddrüse wurden beide Stimmbandnerven beleidigt, sowie die Nebenschilddrüsen erledigt. Nach der Operation hatte ich eine beidseitige Stimmbandlähmung und leide noch heute unter Hypoparathyreoidismus. (Ohne Calziumzufuhr geht gar nichts). Leider wurden bei der ersten OP auch die Lymphknoten zu wenig radikal ausgeräumt. Daher hatte ich nach der ersten RJ-Therapie noch massive Restspeicherungen im rechten Hals- und Schlüsselbeinbereich.
Da diese Speicherungen unmittelbar neben der Halsschlagader waren, hat mich die Chirurgie in unserem Spital (in Wiener Neustadt) ans AKH verwiesen. Und da die mir bekannte Ärztin eine gute Freundin von Prof. Niederle ist, bin ich bei ihm gelandet. Da ihn mein Fall auch fachlich interessiert hat, wurde ich von ihm persönlich operiert. Hat von 8:00 Uhr bis 13:30 Uhr gedauert und ist alles gut verlaufen. Nach einer nochmaligen RJ-Therapie bin ich bei meiner letzten Nachsorgeuntersuchung im August 2006 momentan krebsfrei.
Als SD-Medikament nehme ich das Thyrex 0,16. Nächste Nachsorgeuntersuchung ist im Dezember 2006. Als Hochrisikopatient habe ich leider alle 3 Monate eine Untersuchung, ist einerseits gut damit nichts übersehen werden kann, andererseits nervig, weil man doch jedes mal wieder ein wenig Angst vorm Befund hat.
Neugierde befriedigt ?
Liebe Grüße und einen schönen Tag noch
-Ernst-
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